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Neuer Mangfallsteg freigegeben

Neuer Mangfallsteg freigegeben
 
Im Mai wurde mit den Bauarbeiten begonnen, Ende August wurde der neue Mangfallsteg nun fertiggestellt. Am 02.09.21 gab Bürgermeister Alfons Besel den Steg offiziell frei.
 
„Der Mangfallsteg war und ist ortsprägend für unsere Gemeinde. Deshalb freut es mich sehr, dass auch die neue Ausführung optisch ansprechend umgesetzt werden konnte“, so Bürgermeister Alfons Besel im Rahmen der Freigabe.
Nachdem bei einer Prüfung Ende April 2020 festgestellt worden war, dass der Mangfallsteg nicht mehr die nötige Standsicherheit aufwies, war er umgehend gesperrt worden. Im Gemeinderat wurde daraufhin die Neugestaltung anhand von Kriterien wie Kosten, Haltbarkeit und Aussehen diskutiert. Das Ergebnis: Die Holzoptik sollte bewahrt und die neue Version des Mangfallstegs möglichst ähnlich der alten gestaltet werden. Mit der Planung wurde das Ingenieurbüro Schreder aus Rosenheim beauftragt. Bevor das Ausschreibungsverfahren für die Umsetzung eingeleitet werden konnte, mussten erst die zuständigen Behörden – das Landratsamt Miesbach, das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, und die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung – ihre Zustimmung erteilen und der Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden.
 
Der ehemalige Steg, der von 1954 bis März 2020 die Ufer von Seeglas und Kaltenbrunn miteinander verbunden hat, war 1,5 Meter breit und bestand zum Großteil aus Holz. Die neue, 56 Meter lange Brücke aus Lärchenholz bietet nun mit 2,5 Meter Breite mehr Platz: Zwei entgegenkommende Kinderwägen oder Rollstühle können jetzt problemlos passieren. Außerdem sind nun die Pfähle, mit denen der Steg im Mangfallgrund verankert ist, aus Stahl, was zu einer längeren Haltbarkeit der Konstruktion unter Wasser führt.
 
Zur Entfernung der alten Brücke wurden die morschen, Holzpfähle unter Wasser bodenbündig mit einer Spezialsäge abgeschnitten. Die Stahlrohre für den neuen Steg wurden ca. 8 bis 10 Meter tief in den Grund gerammt. Josef Harraßer vom technischen Bauamt der Gemeinde zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf: „Wir konnten den Kostenrahmen entsprechend der Schätzungen und Berechnungen einhalten. Was den zeitlichen Plan angeht, waren wir einen Monat später dran, was daran liegt, dass sich die Holzlieferung, wie leider derzeit so häufig in der Baubranche, verzögert hat. Insgesamt sind wir sehr zufrieden, auch mit den beauftragten Firmen. Die Zimmerei Bernöcker hat sogar extra für unseren Mangfallsteg ihren Betriebsurlaub verschoben.“
 
Bei der Freigabe dankte Bürgermeister Alfons Besel der mit der Holzkonstruktion beauftragten Zimmerei Bernöcker aus Gmund, der Firma Kerndl aus Moosrain, die für Anbindung der Wege und den Tiefbau verantwortlich war und der Firma Schmid aus Marktoberdorf, die die Gründungsarbeiten umsetzte: „Die Zusammenarbeit ist reibungslos verlaufen und ging Hand in Hand. Dafür Euch allen ganz herzlichen Dank. Jetzt haben die Umwege ein Ende und wir haben endlich den Mangfallsteg als Gmunder Wahrzeichen in neuer Ausführung zurück.“
 
In den nächsten Wochen folgt nun die Gestaltung der Freiflächen. So wird wieder ein Baum gepflanzt und das Thomas Mann-Denkmal, die Parkbank und die Infotafel werden an geeigneter Stelle platziert.
 
Mit dabei waren auch Sepp Schreder vom Ingenieurbüro, die Prüfstatiker Prof. Dr.-Ing. Johann Pravida und Flavio Schatzberger, Frank Skodczinski vom Landratsamt Miesbach, der ehemalige Behindertenbeauftragte Anton Grafwallner, Mitarbeiter der Zimmerei Bernöcker, Mitglieder des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung sowie Vertreter der Presse.

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