Große Resonanz auf Infoveranstaltung »Gemeinsam Wohnen Gmund«
"Gemeinsam wohnen Gmund". Der Arbeitskreis Wohnraum – entstanden aus der Zukunftswerkstatt „Gemeinwohl gemeinsam weiterdenken“ im vergangenen Jahr - und das Architekturforum Miesbacher Kreis luden am Montag, 20. April 2026 zu einem Infoabend rund um das Thema "gemeinschaftliches Bauen und Wohnen" mit Schwerpunkt "genossenschaftlichem Wohnen" ein. Die Veranstaltung stieß auf wirklich große und positive Resonanz.
Zum Auftakt begrüßte Erster Bürgermeister Alfons Besel die rund 70 Anwesenden und zeigte sich sehr erfreut über den großen Zuspruch. „Das Thema bezahlbarer und zugleich lebenswerter Wohnraum bewegt viele Menschen in unserer Gemeinde – umso wichtiger ist es, neue Wege zu denken und gemeinsam zu gestalten“, so Besel.
Bevor es mit dem Fachvortrag der eingeladenen Expertin Nathalie Schaller weiterging, gab es noch einen „Blick hinter die Kulissen“, der Initiator des Infoabends, der Arbeitskreis Wohnraum stellte sich vor. Über gut ein Jahr haben Louisa Giglberger, Carolin Mayer-Nowak, Steffi Michl, Franziska Augustin, Seppi Pauli und Korbinian Flossmann bei ihren Arbeitstreffen zahlreiche Energien und Ideen fließen lassen und letztendlich diesen Informationsabend ins Leben gerufen.
Architektin Nathalie Schaller von Stattbau München/Mitbauzentrale berichtete anschließend anschaulich aus der Praxis des genossenschaftlichen Wohnens und brachte auch persönliche Erfahrungen ein: Schaller lebt selbst in einem Gemeinschaftsprojekt mit 27 Parteien. Sie erläuterte, wie solche Projekte organisiert sind, welche Mitbestimmungsmöglichkeiten bestehen und welche Chancen diese Wohnform bietet. Besonders betonte sie auch die aktive Rolle der Bewohnerinnen und Bewohner, die als Mitentscheidende ihre (zukünftige) Wohn- und Lebenssituation selbst mitgestalten.
Nachfolgend stellte die Gmunderin Carolin Mayer-Nowak vom Architekturforum Miesbacher Kreis eine Machbarkeitsstudie für das gemeindeeigene Grundstück an der Bernöckersiedlung, welches für das gemeinschaftliche Bauen vorgesehen ist, vor. Eine denkbare und die favorisierte Variante ist die Planung von drei Baukörpern, in welchen insgesamt rund 24 Wohneinheiten – unterschiedlicher Größe – Platz finden würden, ähnlich wie bei der Baugemeinschaft „Pallaufhof“ in Münsing.
„Das Interesse in der Bevölkerung ist spürbar, immer wieder werde ich gefragt, wann es losgeht und wie man mitmachen kann“, so Carolin Mayer-Nowak. Und tatsächlich sei man bereits weit fortgeschritten – eine Kerngruppe habe sich gebildet, und auch ein geeignetes Grundstück stehe dank des Engagements der Gemeinde in Aussicht, betont die Architektin.
Ziel der Veranstaltung ist es gewesen, umfassend zu informieren, weitere Interessierte und Mitstreiter zu gewinnen und ein erstes Stimmungsbild einzuholen. Für letzteres wurde eine interaktive Mentimeter-Umfrage freigeschalten, welche den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, ihre Einschätzungen und Wünsche direkt einzubringen. Dabei wurde deutlich, dass bezahlbares Wohnen und kostengünstiges Bauen für die meisten Priorität hat, aber auch eine ökologische Bauweise und nachhaltige Lebensweise sehr wichtig ist.
Beim abschließenden offenen Austausch nutzten viele Gäste die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Kontakte zu knüpfen und sich in lockerer Atmosphäre bei Snacks und Getränken weiter auszutauschen. Die hohe Beteiligung und die lebhaften Gespräche zeigten deutlich: Das Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen ist in Gmund groß – und der Wunsch, neue Wege gemeinsam zu gehen, ebenso.
Ein herzlicher Dank für die Unterstützung geht an das Architekturforum Miesbacher Kreis sowie an den TAO Treffpunkt Architektur Oberbayern für die Verpflegung an dem Abend.
Interessierte an der Mitwirkung im Arbeitskreis Wohnraum bzw. für das Projekt gemeinschaftliches Bauen wenden sich gerne an die folgende Email-Adresse: Gemeinsam-wohnen-gmund@mail.de
- (PDF-Datei: PDF, 6.4 MB)
- (PDF-Datei: PDF, 624 kB)