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Wohnen im Alter – Umsetzung einer Seniorenwohnanlage

Nachdem zusammen mit Experten und Bürgern bereits vorgearbeitet worden war, beschloss der Gemeinderat Ende November 2021 in einer Sondersitzung nun die Umsetzung einer Seniorenwohnanlage in Gmund und legte einige Details fest. Im Sommer 2022 wurde sich bereits auf ein bestimmtes Grundstück geeinigt.

Die Gemeinde will Eigentümerin der zukünftigen Seniorenwohnanlage bleiben und die Wohnungen zu einem sozial angemessenen Preis an die Senioren vermieten. Der Wohnraum wird explizit für Einheimische zur Verfügung gestellt.

Anstelle eines Mehrgenerationenwohnhauses soll, wie sich in der vorangegangenen Diskussion, auch mit Experten und Bürgern gezeigt hatte, ein reines Senioren-Wohnprojekt entstehen, mit Appartements für Alleinstehende, wie auch für Paare. Die Wohnungen werden barrierefrei gestaltet, sodass eine ambulante Pflege bis zu einem hohen Pflegegrad möglich ist.

Ausgestaltung der Wohnanlage

Die Wohnanlage soll über Gemeinschaftsräume und Flächen im Außenbereich verfügen, um die Hausgemeinschaft und die Kommunikation zu fördern. Als „erweiterte Wohnzimmer“ sollen die Gemeinschaftsräume niederschwellige Angebote für alle Senioren in der Gemeinde bieten, nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner der Anlage.

Nicht zuletzt wird es einen „Kümmerer“ geben, das heißt, eine Fachkraft aus dem sozialen Bereich, deren Aufgabe es ist, die Anlage zu betreuen und darüber hinaus auch für alle Gmunder Senioren Ansprechpartner und Unterstützer zu sein.

30 Wohnungen auf 2.000 Quadratmetern

Nach ausführlichen Beratungen ist in der Gemeinderatssitzung am 24. Mai 2022 die Entscheidung für den Standort des Projekts "Wohnen im Alter" gefallen: die Seniorenwohnanlage soll auf einem Grundstück in der Hirschbergstraße und somit in Seenähe entstehen.

Der Bedarf von ca. 30 Wohneinheiten (ca. 60 Prozent Zwei-Zimmer-Wohnungen und jeweils 20 Prozent Ein- und Dreizimmer-Wohnungen) wird auf 1500 Quadratmetern Wohnfläche Platz finden. Die Größen orientieren sich dabei an der Förderung von Mietwohnraum in Mehrfamilienhäusern. Bei den Wohnungen handelt es sich um abgeschlossene Wohneinheiten. Im Raum steht noch die Integration einer ambulant betreuten Wohngruppe, wodurch ca. 5 - 7 Wohnungen wegfallen würden

Die Entscheidung über die Vergabe der Planungsleistungen fiel auf auf ein sogenanntes Verhandlungsverfahren
mit Teilnahmewettbewerb fest. Dabei legt die Gemeinde zunächst eine Anzahl an Bewerbern und angemessene Eignungskriterien fest und wählt die Bewerber dann nach Eignung und Leistungsfähigkeit aus.