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Wanderausstellung "Zukunftsforum"

Seit der Premiere des Projekts im April im Waitzinger Keller in Miesbach haben die dreizehn Tafeln mit ihren Impulsen für die Zukunftsgestaltung bereits zwei Stationen hinter sich gebracht – Holzkirchen und Otterfing. Nun ist Gmund a. Tegernsee an der Reihe. Pünktlich zum Start der Sommerferien hat die Wanderausstellung „Zukunftsforum“ der Initiative „Anders wachsen“ nun im Gmunder Rathaus Einzug erhalten. Bis zum Schulbeginn Mitte September können sich hier nun die Bürgerinnen und Bürger – zu den üblichen Öffnungszeiten - von den Visionen von rund 200 Landkreis-Bürgern aller Altersklassen inspirieren lassen. Anschließend gehen die Tafeln weiter auf Wanderschaft durch den ganzen Landkreis, die nächste geplante Station ist Bad Wiessee.


Die Vorsitzende des Vereins Kulturvision und Initiatorin von „Anders wachsen“ Monika Ziegler erklärt: „Uns war es ein großes Anliegen die (Zukunfts-) Visionen unserer Bürgerinnen und Bürger auf eine andere/künstlerische Art darzustellen, wegzukommen von den bekannten Begriffen wie Klima, Mobilität, Tourismus etc. und zitiert dabei Antoine de Saint-Exupéry: ‘Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen. Sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.‘ So hat sich als Ergebnis der Initiative , um von der Vision zum Tun zu kommen, der Schlüsselbegriff ‘Sehnsucht‘ gefunden. Die grafische und poetische Ausgestaltung der Wanderausstellung hat der Risikoforscher Rainer Sachs übernommen.


Der erste Bürgermeister Alfons Besel (Foto: rechts), der gemeinsam mit Monika Ziegler (Foto: links) die Ausstellung eröffnete, freut sich sehr, dass die „Tafeln auf dem Weg in die Zukunft“ nun in Gmund haltmachen und verknüpft damit auch die Hoffnung, dass in der Nach-Corona-Ära im nächsten Jahr wieder eine ähnliche Zukunftswerkstatt in der Gemeinde stattfinden kann. Das „Zukunftsforum“ passt auch insofern so gut in das Gmunder Rathaus, da es auch den Gedanken der Gemeinwohlökonomie – zu der sich der Gemeinderat im Frühjahr/Sommer 2021 mittels Grundsatzbeschluss entschlossen hat und deren Startschuss mit einem Workshop der Gemeindeverwaltung im Juni gefallen ist – in sich trägt. Bürgermeister Alfons Besel: „(Zukunfts-) Visionen zu haben bedeutet bereits im Hier und Jetzt etwas zu verändern und langfristige, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. So habe ich als Imker selbst feststellen müssen wie sich in den vergangenen Jahren die Umwelt verändert, die Bienen starten immer früher zu ihrem Honigflug. Als Kommune möchte die Gemeinde Gmund daher ihren maßgeblichen Beitrag dazu leisten dieser Entwicklung entgegenzuwirken bzw. unseren Ort und unsere Region weiterhin lebenswert zu halten und „enkeltauglich“ zu wirtschaften und dazu eignet sich der ‘Werkzeugkasten‘ der Gemeinwohlökonomie besonders gut.“